jennifer rösler ringerposeIn unserer „Question and Answer“-Serie möchten wir unsere PerspektivTeam-Talente etwas näher vorstellen. Wir haben sie deshalb nicht nur mit sportlichen sondern auch mit ein paar persönlichen Fragen bombardiert und sind gespannt welche überraschenden Einblicke uns unsere PerspektivTeam-Sportler*innen in der nächsten Zeit gewähren werden.

In der sechsten Folge steht Ringerin Jennifer Rösler Rede und Antwort. Die letztjährige Vize-Europamiesterin der Kadetten kam zufällig über eine Freundin zum Ringen und es hat sich definitiv gelohnt!

Jennifer Rösler, 18 Jahre, Ringerin:

Wie kamst du zu deiner Sportart?

Ich kam zu meiner Sportart durch eine Freundin. Eines Tages hat mich meine Freundin gefragt, ob ich nicht Lust hätte, mit ihr zum Ringertraining zu kommen. Daraufhin bin ich mit meiner Freundin zusammen zum Training gefahren und mir hat das Training echt Spaß gemacht. Bei der Sportart kann man immer Neues dazu lernen, man bereist andere Länder und man kann immer neue Freundschaften schließen. Außerdem baut man körperlich mehr Bewusstsein auf, durch das Krafttraining bekommt man mehr Kraft, durch die Kraftausdauertrainingsübungen bekommt man mehr Ausdauer für den Kampf und man gewinnt Stärke dazu.

Was war bisher dein größtes sportliches Highlight?

Mein bisher größtes sportliches Highlight war letztes Jahr, an dem 18. Juni 2019. An dem Tag habe ich bei der EM in Italien, Faenza um die Goldmedaille gerungen. In dem Finalkampf verlor ich leider gegen die Russin und wurde Vize-Europameisterin.

Auf welches sportliche Highlight arbeitest du (nach aktuellem Stand) gerade hin?

Gerade arbeite ich darauf hin, nächstes Jahr bei der DM unter die ersten drei zu kommen. Nächstes Jahr wird bestimmt auch die EM und WM stattfinden. Dafür habe ich mir das Ziel gesetzt, unter die ersten fünf zu kommen.

Wie hast du die Corona-Zeit überbrückt? (Spezielle Trainingsformen, neue Sportarten oder Hobbys, Zeit für Schule/Studium etc.)

Als die Corona-Zeit angefangen hat, konnten wir nicht in der Ringerhalle trainieren, da Ringen eine Kontaktsportart ist. Durch Corona konnte ich mich auch etwas mehr auf die Schule konzentrieren, da ich während der Corona-Zeit meine Abschlussprüfungen geschrieben habe, um mein Fachabitur zu bekommen. Zwischendurch bin ich draußen laufen gegangen, um meine Kondition nicht zu verlieren. Ich habe so gut es ging, Kraftübungen zu Hause gemacht, Programme aus dem Internet gesucht oder meinen Trainer gefragt, was es für Übungen gibt, die ich machen kann. Neue Sportarten habe ich aber nicht ausprobiert

Auf welche Trainingseinheit freust du dich am meisten?

Ich freue mich am meisten auf das Mattentraining, da ich wieder mit meiner Schwester und meinen Freundinnen zusammen trainieren kann.

Hast du ein typisches Wettkampfritual oder einen Glücksbringer?

Ich schaue mir immer meine Gegnerinnen an, damit ich weiß, mit welchen Techniken ich Punkte erzielen kann bzw. wie ich ihre Techniken abwehren werde. Vor meinem Kampf gehe ich dann im Kopf nochmal alle Techniken durch, die ich vorhabe, in dem Kampf zu machen.

Mit wem würdest du gerne einmal zu Mittag essen und was?

Ich würde gerne mit meinen Ringerfreundinnen zu Mittag essen, die ich nicht so oft im Jahr sehen kann, da sie in anderen Bundesländern leben und der Weg zu weit ist, um sich für einen Tag mal zu treffen. Wir sehen uns zwar auf Turnieren, können aber nichts Großes machen. Ich würde mit ihnen gerne Pizza oder Lasagne essen gehen.

Was bringt dich auf die Palme?

Was mich aufregt ist, wenn ich nicht auf die Matte kann, um zu trainieren. Da mein Alltag aus Training und Schule besteht, kenne ich eigentlich keinen neuen Alltag. Da ich seit fünf Jahren ringe und fast immer den gleichen Wochenablauf habe, fällt mir es schon schwer, wenn ich dann verletzt bin.

Was machst du am liebsten, wenn du gerade nicht trainierst?

Wenn ich gerade nicht trainiere, höre ich gerne Musik oder schaue Netflix-Serien auf Englisch, damit ich mein Englisch verbessern kann. Wenn ich nicht trainiere, suche ich mir im Internet Gerichte raus, die man leicht und einfach zubereiten kann.

Welche Sportart berherrschst du überhaupt nicht?

Die Sportart, die ich überhaupt nicht beherrsche, ist Basketball, da ich nicht mit einem Ball laufen kann. Ich bin auch nicht so gut darin, den Ball in den Korb zu werfen, da ich den Korb nie treffe oder eher vorbei werfe.

Welche Sportart würdest du gerne genauso gut beherrschen, wie deine eigene?

Ich kann zwar schwimmen, aber ich würde gerne so gut schwimmen können wie die Profis.

Wie sieht dein Traumberuf aus?

Mein Traumberuf hat auf jeden Fall, was mit Sport zu tun. Wenn ich mein Abitur fertig gemacht habe, möchte ich Sport studieren, aber einen speziellen Beruf habe ich noch nicht vor Augen.

Schule, Ausbildung, Studium? Was machst du neben deinem Sport?

Neben meinem Sport gehe ich noch zur Schule. Nach den Sommerferien werde ich mein Abitur nachholen, um dann Sport zu studieren.

Hast du einen Spitznamen?

Meine Freunde nennen mich Jenny.

Würdest du lieber in die Zukunft oder in die Vergangenheit reisen? Warum?

Ich würde nicht in die Zukunft reisen wollen, weil ich nicht wissen möchte, was mir alles passiert und was noch auf mich zu kommt. In die Vergangenheit würde ich aber auch nicht reisen wollen. Die Vergangenheit sollte man hinter sich lassen.