21. August 2026
Judo: Mathilda Niemeyer gewinnt beim Grand Prix in Lima sensationell Gold
Es ist die erste Medaille der erst 20-Jährigen PerspektivTeam Mathilda Niemeyer (1. Hattinger JJJC), und dann gleich Gold. Aber nicht nur das Edelmetall ist entscheidend, auch die Art und Weise, wie und vor allem wen sie alles besiegt hat.
Zum einen im Poolfinale ihre Final-Gegnerin der WM U21 im Jahr 2024 ebenda in Lima, Brenda Olaya aus Kolumbien, gegen die sie damals noch verloren hat und diesmal eine Yuko-Wertung nach zwei Minuten erfolgreich verteidigt hat. Zum anderen Madeleine Malonga, die frühere Weltmeisterin, Vize-Olympiasiegerin von Tokio, zweifache Europameisterin und mit vielen weiteren Meriten ausgezeichnete Französin, die sie im Halbfinale mit einer Haltetechnik nach reichlich zwei Minuten bezwingt.
Im Finale dann Fanny Estelle Posvite, eine der Grand Dame aus Frankreich. Einstige WM-Dritte, mit 26 Medaillen auf der IJF-Tour dekoriert, dreifache EM-Dritte und viele Medaillen zur Universiade, Team- und Club-Meisterschaften, World-Cups und mehr. „Sie hat sich getraut, von Posvite zu übernehmen und erzielt damit eine Waza-ari-Wertung“, freut sich Frauen-Bundestrainer Claudiu Pusa. Eine Haltetechnik gleich anschließend bringt ihr noch eine Yuko-Wertung. Beides verteidigt sie clever bis zum Ende und holt sich verdient Gold. Dass sie einen sehr guten Einstand in den Wettkampf hatte und ihre ersten beiden Kämpfe gegen Figuera aus Peru mit Yuko und Gorguet-Verandes aus Rumänien mit einer Haltetechnik gewonnen hat, darf man nach diesen großen Namen ebenso nicht vergessen.
„Mit 20 Jahren Gold, das ist der Hammer“, ist Claudiu Pusa völlig begeistert. „Sie ist von Kampf zu Kampf immer stärker geworden. Dabei war sie nach Brasilien etwas krank und musste sich in den letzten Tagen noch erholen.“
Quelle: Birgit Arendt / Deutscher Judo-Bund
Bild: IJF/Emanuele Di Feliciantonio