Der Herrenflorett-Weltcup im spanischen Sabadell (Barcelona) war mit 145 Startern zwar nicht quantitativ, aber dafür qualitativ gut besetzt. Beim letzten Weltcup-Turnier für die WM-Qualifikation traten 12 DFB-Starter im Einzel an. Die beiden PerspektivTeam-Fechter Markus Praus und Tom-Florin Löhr konnten sich als Beste des Tages bis ins Tableau der letzten 32 vorkämpfen.

Die DFB-Fechter kommen mit eher durchwachsenen Vorrunden zunächst schwer ins Turnier. „Es war spürbar, dass die WM-Qualifikation über allen geschwebt hat“, meint Nachwuchs-Bundestrainer Richard Junghanns im Anschuss. Insgesamt vier Athleten können sich gegen starke Gegner im 128er Tableau durchsetzen. Markus Praus trifft direkt im deutschen Duell auf David Liebscher (Bonn), den er mit 15:11 schlägt. Danach kann er den Briten Olley mit 15:13 ausschalten. Im Gefecht gegen Aymeric Eich Gozzi aus Frankreich zieht er mit 15:11 den Kürzeren und wird am Ende 31. und damit bester Deutscher des Tages.

Tom Löhr kann zunächst Filippo Macchi aus Italien mit 15:11 besiegen und trifft danach auf Awaidi aus Quatar, den er deutlich mit 15:7 im Griff hat. Im nächsten Match trifft er undankbar auf den späteren Silbermedaillen-Gewinner Armand Spichinger aus Frankreich, dem er mit 15:2 klar unterliegt – Platz 32 für ihn im Endklassement.

Unter die Top64 kommen außerdem Laurenz Rieger (Weinheim) mit Platz 44 und Paul Luca Faul (Tauberbischofsheim) mit Platz 64. Für Junghanns eine durchaus positive Entwicklung: „Zum einen haben es in Sabadell mehr DFB-Fechter ins 64er geschafft als bei den Wettkämpfen davor. Zum anderen muss man klar sagen, dass die vier früh auf starke Gegner trafen, gegen die sie sich gut behauptet haben.“

Am zweiten Tag der Mannschaftsgefechte tritt Markus Praus gemeinsam mit Arwen Borowiak, Bastian Kappus (beide Tauberbischofsheim) und Nils Alexander Fabinger (Moers) an – gemeinsam holen sie Platz 10. Das Auftaktgefecht gegen Dänemark geben die Jungs knapp mit 45:42 ab. In den Platzierungsgefechten gegen Schweden und Mexiko dominiert das Team dann wiederum seine Gegner klar mit 45:31 und 45:22. Im Kampf um Platz 9 gegen die Ungarn unterliegt das DFB-Team dann mit 45:38. „Schade“, meint Junghanns vor allem zum Gefecht gegen die Dänen. „Dennoch haben wir unsere Position verbessert und haben uns damit eine bessere Ausgangssituation für die EM verschafft.“ Langfristig wolle man sich nach oben orientieren, daher fahre Junghanns „mit gemischten, aber durchaus auch positiven Gefühlen nach Poreč.“

Quelle: Deutscher Fechter-Bund / Bild: OSP Rheinland