Nina3Nina Mittelham PerspektivTeam Athletin, die für den Tischtennis-Bundesligisten TuS Bad Driburg spielt, beendet die Jugend-Europameisterschaft im italienischen Riva del Garda mit zwei Silbermedaillen im Gepäck. Gestern Nachmittag verlor die 17-jährige Schülerin das Finale gegen Team-Kollegin Chantal Mantz mit 1:4.

Beide Mädchen hatten sich mühelos für das Finale qualifiziert. Nina Mittelham hatte im Achtelfinale zunächst Kristyna Stefcova aus Tschechien mit 4:2 geschlagen und im Viertelfinale die Französin Laura Pfefer mit 4:1 von der Platte gefegt. „Das war meine zweitbeste Leistung“, verriet Nina im Anschluss an das Viertelfinale im Interview mit dem Deutschen Tischtennis-Bund (DTTB). Die Beste Leistung habe sie bisher im Team-Finale gegen Marie Migot abrufen können. Die sonst so gelassene Nina zeigte sich vor dem Vergleich mit Pfefer erstaunlich nervös. „So schlimm war das bei mir noch nie. Ich habe keine Ahnung, woran das gelegen hat“, gab sie hinterher zu. Im Halbfinale behauptete Sie sich mit 4:0 gegen Pauline Chasselin (ebenfalls Frankreich)

Am Sonntagnachmittag traf die Schülerin im Endspiel auf ihre Freundin Chantal Mantz (18). Damit kam es zu einer Neuauflage des Schülerinnen-Endspiels der Jugend-Europameisterschaft 2012 in Kazan. Damals hatte Nina Mittelham Chantal Mantz mit 4:1 besiegt und sich die Goldmedaille geholt. Nach vier Mal Silber bei einer Jugend-EM hat Mantz es dieses Mal geschafft: Bei ihrer altersbedingt letzten Teilnahme besiegte sie Titelverteidigerin Nina Mittelham und holte Gold. Driburgs Manager Franz-Josef Lingens verfolgte das Endspiel im Internet und schickte seiner Spitzenspielerin direkt nach Spielende Aufmunterungsgrüße per SMS. „Nina hat toll gespielt, aber Chantal ist dieses Mal einfach über sich hinaus gewachsen. Nina soll nicht traurig sein. Nach so viel Trainingsausfall sind zwei Silbermedaillen eine ganz tolle Ausbeute.“

Im gemischten Doppel schied Nina Mittelham zusammen mit Doppel-Partner Kilian Ort im Viertelfinale aus. Gegen Bernadett Balint aus Rumänien und Nandor Ecseki aus Ungarn verloren sie mit 7:11, 8:11, 11:4, 11:8 und 10:12. „Immer dann, wenn wir etwas riskiert haben, sind uns Fehler unterlaufen“, zeigte sich Nina Mittelham enttäuscht.

Im Mädchen-Doppel konnte Sie gar nicht erst antreten. Der Grund: Doppel-Partnerin Alena Lemmer litt unter Rückenproblemen. Nach der Jugend-EM kann Driburgs Nummer eins nun erstmal durchatmen. In 14 Tagen geht dann die Vorbereitung für die Jugend-Olympiade los.

Quelle Text: nw.news.de

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