Beim Europe Youth Top 10 in Terni (Italien) kostete Nina Mittelham (Foto: Schillings) eine Verletzung eine mögliche Medaille. Mittlerweile konnte zumindest bezüglich der Schwere der Verletzung Entwarnung gegeben werden.

Mittelham-GERNur ein Spiel zu verlieren und dennoch mit einer 5:4-Bilanz hinter weniger erfolgreichen Spielerinnen offiziell als Neunte gelistet zu werden, dieses seltene Kunststück verdankt Nina Mittelham einer Verletzung und dem Turnierreglement, das nach der Aufgabe der PerspektivTeam-Athletin des OSP Rheinland daraufhin angewendet werden musste. Die zusammen mit der späteren Siegerin Szocs als Titelaspirantin in das Top 10 gestartete Jugend-Europameisterin hatte im letzten Einzel des Tages gegen die Rumänin Bernadette Balint mit dem Ellbogen so heftig gegen die Tischkante geschlagen, dass bei der anschließenden nächtlichen Röntgenuntersuchung in einem Hospital eine starke Prellung diagnostiziert wurde. DTTZ-Internatstrainer Jörg Bitzigeio gab am folgenden Tag bekannt: „Wir hatten gestern schon die Befürchtung, dass es nicht gehen wird. Wir haben aber noch die Nacht abgewartet, bevor wir Nina dann am Sonntagmorgen aus dem Turnier genommen haben. Sie hat schon bei der Frühgymnastik signalisiert, dass es nicht geht und sie den Arm nicht entsprechend bewegen kann. Es war eine Entscheidung der Vernunft.“

Nina hatte gerade einen 0:3-Rückstand gegen Balint ausgeglichen und schien auf der Siegerstraße, als das Unglück geschah, das für sie nach fünf Siegen in Folge zunächst mit der ersten Niederlage, nach einer schmerzhaften Nacht dann auch noch in der Turnieraufgabe endete. Da jedoch nur Spieler mit weniger als fünf Begegnungen ganz aus der Wertung genommen werden, taucht Nina im finalen Klassement vor der ebenfalls nach acht Runden wegen einer Verletzung nicht mehr angetretenen Italienerin Giorgia Piccolin auf.

Der DTTB setzte die Brazilian-Open-Siegerin der vergangenen Woche noch am gleichen Tag in den Flieger zurück nach Deutschland für eine weitere Untersuchung durch DTTB-Mannschaftsarzt Dr. Antonius Kass. Dieser bestätigte die Diagnose einer Prellung – aufatmen bei Nina und dem deutschen Team! Mädchen-Bundestrainer Tobias Kirch: „Nina hat bis zu ihrer Verletzung ein sehr souveränes Turnier gespielt und es wäre nach dem Verlauf mit Sicherheit zum Finale gegen Szozs im letzten Spiel gekommen.“

Liebe Nina, gute Besserung!