Foto: Schöpp

Bei den mit 35.000 Dollar dotierten Polish Open in Czestochowa sorgte Nina Mittelham im Achtelfinale der Damen mit einem Sieg über die Weltranglisten-19. Doo Hoi Kem für eine Turnierüberraschung. Am Abend verlor die junge PerspektivTeam Athletin allerdings das anschließende Viertelfinale. Im U21-Turnier gewann Nina Mittelham aber die Goldmedaille!

Mit einer Goldmedaille im Gepäck fährt Nina Mittelham nach Hause, die sich im Finale des U21-Turniers gegen die Kroatin Sun Jiayi in vier Sätzen durchsetzte, nachdem sie gestern u.a. ihre Bezwingerin der Team-EM, die Holländerin Kim Vermaas, ausgeschaltet hatte. Auch im Damen-Einzel setzte sich die Bad Driburgerin stark in Szene. Nach zwei erfolgreichen Auftritten am Freitag mit Siegen über Krystina Stefcova (Tschechien) und Ievgenija Vasilieva (Ukraine) offenbarte Nina Mittelham heute im Achtelfinale ihr großes Potential mit einem überraschenden Erfolg über die an Position drei gesetzte Weltranglisten-19. Doo Hoi Kem aus Hongkong. In den Sätzen fünf und sechs bewies die Deutsche beim 23:21 und 16:14 Nervenstärke. Im anschließenden Spiel um eine Medaille allerdings unterlag die selbst auf 113 notierte Nina Mittelham der Japanerin Saki Shibata mit 1:4.

Damen-Bundestrainerin Jie Schöpp war mit der Leistung ihres Schützlings überaus zufrieden: „Nina hat über alle Tage hinweg ein wirklich gutes Turnier gespielt. Der Höhepunkt war natürlich ihre sehr starke Leistung beim Sieg über die Hongkong-Chinesin Doo. Aber auch ihr Sieg beim U21-Turnier war sehr erfreulich. Es war ihr erster Turniersieg in der World Tour und wird ihr noch weiteren Auftrieb geben.“ Im letzten Spiel des Tages im Viertelfinale des Damen-Einzels waren Nina Mittelham allerdings die Strapazen der insgesamt zehn zuvor bestrittenen Einzel- und Doppelbegegnungen anzumerken. Jie Schöpp: „Nina hat, wie sie es selbst ausdrückt, viele gute Bälle liegengelassen. In der Tat war sie häufig etwas zu spät am Ball. Ich glaube, wäre sie frischer gewesen, hätten sie auch dieses Match gewinnen können. Ich denke, bei den German in Magdeburg im November wird Nina in sehr guter Form antreten.“

Ausgeschieden sind Yuan Wan, Steffen Mengel und Sabine Winter. Für das knappe Erstrundenaus der Europe-Top-12-Dritten aus Kolbermoor am Freitag gegen die Japanerin Satsuki Odo hatte Bundestrainerin Jie Schöpp eine plausible Erklärung parat: „Sabine hat in den wichtigen Phasen einige falsche Entscheidungen getroffen. Außerdem hat sie nach ihrer Operation immer noch etwas Trainingsrückstand.“ Sabine Winter war Ende Juli in Indien der Blinddarm entfernt worden und konnte erst im September wieder voll ins Training einsteigen.

Quelle Text und Bild: tischtennis.de