Nina Mittelham freut sich über ihre Nominierung für die Team-WM

Nina Mittelham freut sich über ihre Nominierung für die Team-WM

Mit einem Zehner-Aufgebot fährt Deutschland zu den Mannschafts-Weltmeisterschaften nach Kuala Lumpur (28. Februar – 6. März). Die zuständigen Bundestrainer in Abstimmung mit dem Sportdirektor haben die Maximalanzahl von je fünf Spielerinnen und Spielern nominiert. Deutschland ist bei den Herren an Position zwei, bei den Damen an Position sieben gesetzt.

Bei den Damen ist das Einzel-WM-Aufgebot der WM 2015 auch das der Team-WM 2016. Bundestrainerin Jie Schöpp hat sich auf die fünf Spielerinnen festgelegt, die schon im vergangenen Jahr in Suzhou das Nationaltrikot trugen. Angeführt wird das Feld von der World-Cup-Dritten und Weltranglisten-15. Petrissa Solja. Dahinter folgen Irene Ivancan, Sabine Winter, Kristin Silbereisen und Nina Mittelham. Es ist das Quintett, das auch in der Weltrangliste am höchsten platziert ist, ausgenommen Han Ying (Tarnobrzeg, Polen, WR: 9) und Shan Xiaona (Berlin, 16), die bei Welttitelkämpfen nicht startberechtigt sind.

„Der Unterschied zwischen den nominierten fünf Spielerinnen und den jungen Spielerinnen, die in der Weltrangliste dahinter stehen, ist momentan noch sehr groß“, sagt Bundestrainerin Jie Schöpp. Insofern sei die Nominierung keine große Überraschung. Erfreut zeigt sich Schöpp über die Entwicklung von Youngster Nina Mittelham vom Bundesligisten Driburg. Die 19-Jährige befindet sich nach längeren Verletzungssorgen wieder auf dem Weg nach oben. „Das ist ein gutes Zeichen, Nina fühlt sich deutlich besser, ihr Körper hält das regelmäßige Training aus. Sie ist in der Trainingsgruppe in Düsseldorf mittlerweile richtig angekommen“, so Schöpp. Mittelham debütierte im vergangenen Jahr bei der WM in Suzhou, als sie im Einzel die zweite Runde erreichte und dort der amtierenden Einzel-Europameisterin Elizabeta Samara (Rumänien) knapp mit 2:4 unterlag.

Bei der WM in Kuala Lumpur trifft Deutschland – zuletzt dreimal Team-Europameister in Folge – unter anderem auf den Finalisten der letzten WM, Japan, die nur schwer auszurechnenden Nordkoreanerinnen, die wie Deutschland 2014 in Tokio das Viertelfinale erreichten, sowie auf Tschechien, den Dritten der European Games 2015. Thailand und Brasilien komplettieren die Gruppe B. Damen-Bundestrainerin Jie Schöpp weiß um die Schwere der Aufgabe, die bei der WM auf ihr Team wartet: „Wir haben eine sehr, sehr schwere Gruppe erwischt. Auf dem Weg in das Achtelfinale wartet wirklich harte Arbeit auf uns. Gegen den Gruppenkopf Japan wird es ohnehin schwer, der WM-Zweite von Tokio ist klarer Favorit. Nordkorea ist ein dicker Brocken, gegen den wir den letzten Vergleich vor einem Jahr beim World Team Cup in Dubai recht klar mit 1:3 verloren haben. Aber auch die vermeintlich kleine Tischtennisnation Thailand dürfen wir nicht unterschätzen: Sie haben mit Suthasini Sawettabut mittlerweile eine gute Nummer eins und zudem mit Tamolwan Khetkhuan eine der weltbesten Jugendspielerinnen in ihren Reihen. Das wird also alles andere als ein einfaches Spiel. Mal schauen, was wir bei der WM aus dieser schweren Gruppe machen.“

Quelle: DTTB, Bild: picture alliance