Rudern: Gutes Abschneiden für Nikita Mohr beim U23-Leistungstest

Der RTHC-Skuller Nikita Mohr stellte sich gemeinsam mit Teamkollege Matthias Haggenei beim U23-Leistungstest des Deutschen Ruderverbandes in Hamburg der nationalen Konkurrenz in der Leichtgewichtsklasse.
Wie schon eine Woche zuvor für die Riemenruderer war es auch hier die Ersatzveranstaltung für die abgesagten Deutschen Kleinbootmeisterschaften und die erste Selektion mit Blick auf die erhofften weiteren Wettkämpfe der Saison.

Der RTHC berichtete ausführlich vom Wettkampfgeschehen:

Matthias bestreitet in diesem Jahr seine erste Saison in der U23-Klasse, während Nikita im zweiten Jahr mitmischt und mit der Vize-Europameisterschaft im Doppelzweier schon einen internationalen Erfolg vorweisen kann.

Der Modus des Leistungstests glich dem, der eine Woche zuvor in Köln angewendet wurde.
Am Freitag wurde nach dem Time Trial eine initiale Rangliste erstellt und danach die Vorläufe gesetzt. Dafür qualifizierten sich die ersten 36 Boote.
In den Vorläufen qualifizierten sich die jeweils ersten drei Boote für die Zwischenläufe für Rang 1-18, während die letzten drei in die Zwischenläufe für Rang 19-36 gesetzt wurden.
Die jeweils ersten beiden Boote der drei Zwischenläufe 1-18 besetzten das Finale A (1-6), die dritt- und viertplatzierten das Finale B (7-12) und die letzten beiden das Finale C (13-18). Die Qualifikation für die Finals D-F erfolgte analog.

Das Time Trial verlief nach Plan, und mit frischem Mut am zweiten Renntag ruderte Nikita im Vorlauf schon etwas überraschend die Bestzeit.
Dementsprechend hoch motiviert ging er im Zwischenlauf an den Start. Leider verdrehte er vor dem ersten Schlag ein Ruderblatt, so dass er nach dem Startsignal praktisch stehen blieb und Glück hatte, nicht ein erfrischendes Bad in der Dove Elbe nehmen zu müssen.
Bei der folgenden Aufholjagd ruderte er, als ob bei 1000 m die Ziellinie winkte und war dann dort tatsächlich Vierter. Leider fehlten noch 1000 m, die dann etwas „zäh“ wurden. Letztlich verfehlte er das A-Finale und musste mit dem B-Finale vorlieb nehmen.
Trainer Ralf Müller, der das Geschehen vom Motorboot aus beobachten konnte, malte sich schon aus, wie er Nikita wieder aufrichten könnte.
Nikita nahm es jedoch sportlich und die Situation, wie sie war. Er setzte sich zum Ziel, das B-Finale zu gewinnen.
Dies gelang ihm dann auch mit einer sehr guten Zeit, mit der er auch im A-Finale eine gute Rolle gespielt hätte.
Unter dem Strich standen nach vier Rennen Gesamtrang 7 und nach Zeiten Rang vier, wobei zu berücksichtigen ist, dass der Gesamtsieger als A-Senior außer Konkurrenz startete. Damit fand das Wochenende für Nikita einen versöhnlichen Abschluss.

Matthias erreichte schließlich mit dem zweiten Rang im Finale F den Gesamtrang 32 und konnte als Debütant mit diesem Ergebnis durchaus zufrieden sein.

Quelle: RTHC, Bild: Peter Eilers/OSP NRW/Rheinland