Bei der Team-DM der Ringerinnen belegt die Auswahl von NRW den zweiten Platz. Mit dabei war nach zweijähriger Verletzungspause PerspektivTeam-Ringerin Viviane Herda, der ein tolles Comeback gelang.

Im Odenwald gingen die Deutschen Mannschaftsmeisterschaften der Damen im Ringen, an der Verbandsmannschaften aus dem gesamten Bundesgebiet teilnahmen, über die Bühne. Viviane Herda im Team NRW II holte am Ende die Silbermedaille.

Das NRW-Team hatte die Mannschaftsmeisterschaften der letzten Jahre dominiert, bereits zehn Titel gesammelt – diesmal reichte es nicht ganz, am Ende durfte aber immerhin die Vizemeisterschaft gefeiert werden. Und Wittens Emily Weiß konnte sich über ihre guten Kämpfe und einen siebten Platz in der Endabrechnung freuen. Am Rand der Matte waren die Wittener Sevket Karapinar und Nina Kahriman als Landestrainer dabei und waren mit den Leistungen ihrer Schützlinge in Hessen mehr als zufrieden.

Spannend war es für Viviane Herda, die nach zweijähriger Verletzungspause wieder auf die Matte ging. Dreimal wurde sie in der 62-kg-Kategorie eingesetzt, dreimal gewann sie souverän: Gegen Bayern II und NRW II gelang der 22-Jährigen jeweils ein Sieg mit technischer Überlegenheit, gegen Berlin ein Schultersieg. Langsam arbeitet sie sich wieder an die nationale Spitze heran, nächster Meilenstein dürfte die Deutsche Meisterschaft im Mai 2020 sein. Auch Lotta Englich musste in der 53-kg-Klasse dreimal auf die Matte, bei ihr ging’s darum, Erfahrung zu sammeln. Denn die Zwölfjährige bekam es mit erheblich älteren, erfahreneren Ringerinnen zu tun: u. a. mit der Junioren-Europameisterin aus Berlin, der sie nach zwei Minuten auf Schultern unterlag. Gegen Bayern hingegen landete sie ihrerseits einen Schultersieg.

Im Finalkampf gegen Württemberg wurde es dramatisch: Lotta Englich diktierte den Kampf, wurde aber zweimal gekontert. Mit dem Schlusspfiff gelang ihr zwar noch eine Aktion, die aber nicht mehr gewertet wurde – damit setzte es eine Punktniederlage. Das Finale endete mit einem 16:16; da Württemberg fünf Siege auf dem Konto hatte, NRW nur deren vier, feierte das Team des Württembergischen Ringer-Verbandes seinen ersten DM-Titel. Die NRW-Auswahl – immerhin mit Welt- und Europameisterin Aline Rotter-Focken, der WM-Dritten Nina Hemmer und der EM-Dritten Laura Mertens angetreten – musste sich mit „Silber“ begnügen.

Quelle: WAZ / Bild: OSP Rheinland