Bei den Mountainbike-Weltmeisterschaften in Cairns sind die deutschen Juniorinnen an den Medaillen knapp vorbei gefahren. Mit den Plätzen fünf, sieben und zehn landeten Franziska Koch (Mettmann), Ronja Eibl (Grosselfingen) und Leonie Daubermann (Gessertshausen) mit überzeugenden Leistungen, aber ohne Fortune alle in den Top-Ten. Europameisterin Laura Stigger aus Österreich (1:03:27) gewann WM-Gold.

Bis in die zweite Runde hinein sah es für die deutschen Mountainbikerinnen erst mal gut aus. Leonie Daubermann lag an dritter Stelle, 25 Sekunden dahinter führte PerspektivTeam-Athletin Franziska Koch eine vierköpfige Verfolgergruppe an.

Doch dann unterlief Leonie Daubermann in der obersten technischen Sektion, einem Steinfeld, ein kleiner Fahrfehler und sie stürzte. „Es ist echt hart auf dem Bronze-Platz so zu stürzen, das tut echt weh. Ich habe mich bis zu dem Sturz sehr gut gefühlt“, bedauerte eine enttäuschte Leonie Daubermann, die sich aber immerhin noch auf dem zehnten Rang (+3:42) ins Ziel kämpfte.

Durch ihren Sturz befand sich Franziska Koch plötzlich auf dem dritten Rang und die Schweizerin Nadja Grod stellte sich als die härteste Konkurrentin heraus. Das Duo ging gemeinsam in die letzte Runde. Franziska Koch ging als Erste in den Anstieg, war aber offenbar schon ziemlich angeschlagen. Die Streckenführung lässt dort kaum ein Überholen zu, so dass Grod erst mal hinter der Deutschen Meisterin bleiben musste und die Italienerin Marika Tovo sogar aufschließen konnte.

Als der höchste Punkt des Kurses fast erreicht war, da schaffte es Grod mit etwas Risiko doch noch an Franziska Koch vorbei zu schlüpfen und als Erste in den Downhill zu gehen und mit 15 Sekunden Vorsprung unten anzukommen. Damit war die Entscheidung über die Bronze-Medaille gefallen. Franziska Koch wurde auch von Tovo passiert, versuchte auf der Flachpassage zum Ziel zwar noch mal alles, doch es reichte „nur“ noch dafür, den fünften Rang (+2:21) zu verteidigen, 40 Sekunden hinter Bronze und 20 Sekunden hinter Tovo. Diese Leistung war aber aller Ehren wert.

Quelle: Bund Deutscher Radfahrer