Hannes Schürmann (Bild: Nico Hertgen)Die Weltmeisterschaften stehen vor der Tür – und damit gut ein Jahr vor den Paralympics eine echte Standortbestimmung für Deutschlands Schwimmerinnen und Schwimmer. Vom 13. bis 19. Juli 2015 kämpft das zwölfköpfige Team von Bundestrainerin Ute Schinkitz um gute Zeiten und Medaillen. Für den OSP Rheinland am Start ist neben den arrivierten Vereinskollegen vom TSV Bayer 04 Leverkusen Sebastian Iwanow und Tobias Pollap auch unser PerspektivTeam-Athlet Hannes Schürmann.

Das große Ziel aller deutschen Teilnehmer: Bestleistungen zum Jahreshöhepunkt. „Es geht darum, am Wettkampftag der WM auf den Punkt fit zu sein und die persönlichen Zeiten zu verbessern, um damit auch die individuelle Entwicklung zu unterstreichen“, betont Ute Schinkitz und fügt an: „Wir wollen mit Bestleistungen überzeugen. Wenn andere dann noch schneller sind, müssen wir es akzeptieren.“

Trotz einiger Handicaps möchte das kleine deutsche Team an die großen Erfolge bei der WM 2013 anknüpfen, auch wenn beispielsweise mit Kirsten Bruhn, Tanja Gröpper und Vera Thamm (alle Karriere-Ende) sowie Elena Krawzow (Abschlussprüfungen im Rahmen ihrer Ausbildung) fleißige Medaillensammler der letzten WM fehlen. Medaillenhoffnungen gibt es dennoch im deutschen Team: Rückkehrer Sebastian Iwanow, Torben Schmidtke, Maike Naomi Schnittger und allen voran die erfahrene Daniela Schulte, die vor kurzem u.a. einen neuen Weltrekord über 200 Meter Freistil aufstellte.

Ihre WM-Premiere feiern dagegen Denise Grahl, Henriette Schöttner und unser OSP-PerspektivTeam-Athlet Hannes Schürmann. Die Vorfreude auf das große Erlebnis ist beim Trio entsprechend groß, Motivation und Anspannung ebenso. „Wobei ich noch nicht ganz so aufgeregt bin wie bei der Europameisterschaft im Vorjahr“, berichtet Hannes Schürmann. Der 17-jährige Remscheider hat intensiv trainiert, um bei der WM topfit zu sein. „Meine Zeiten werden besser, aber ich bin noch nicht da, wo ich sein möchte“, sagt der ehrgeizige Schwimmer. Immerhin: Seine langwierige Knieverletzung bereitet ihm keine Probleme mehr. „Mir fehlt aber noch etwas das gute Gefühl im Wasser. Vieles geht derzeit über den Kampf.“ Fünf Starts stehen für Hannes Schürmann in Glasgow auf dem Programm, auf seiner Paradestrecke über 400 Meter Freistil möchte er unbedingt ins Finale kommen. „Ich kann aber nicht einschätzen, wie schnell die anderen sind und wie deren Form ist. Es wird schwierig, aber das Finale ist mein Ziel.“

Für alle Interessierten berichtet der Deutsche Behindertensportverband (DBS) auf seiner Online-Präsenz www.deutsche-paralympische-mannschaft.de und auf dem DOSB-Sportsender www.sportdeutschland.tv live von der Schwimm-WM. Dabei werden alle Wettkämpfe live und On-Demand in hochwertiger HD-Qualität, inklusive Zeitlupen-Wiederholungen und TV-Grafiken mit englischem Original-Kommentator produziert.

Das deutsche WM-Aufgebot:
Daniela Schulte, Niels Grunenberg, Emely Telle, Verena Schott (alle PSC Berlin), Denise Grahl (Hanse SV Rostock), Torben Schmidtke, Maike Naomi Schnittger (beide SC Potsdam), Sebastian Iwanow, Tobias Pollap, Hannes Schürmann (alle SG Bayer Leverkusen), Annke Conradi (SC Regensburg) und Henriette Schöttner (USV Halle).

Quelle: DBS; Bilder: OSP Rheinland, TSV Bayer 04 Leverkusen (Sebastian Iwanow / Tobias Pollap) und Nico Hertgen (Hannes Schürmann).