schmitz_kusianAm gestrigen Tag statteten mit Franziska Schmitz (Florett) und Judith Kusian (Säbel) zwei talentierte Fechterinnen dem Olympiastützpunkt Rheinland und dessen Leiter Michael Scharf einen Besuch ab. Anlaß war die offizielle Aufnahme ins OSP-PerspektivTeam, in dem junge Athleten/innen auf dem Sprung in den Erwachsenenbereich ihrer Sportart eine besondere OSP-Förderung erhalten.

Die sportliche Perspektive dieser Sportler/innen ist auf die Olympischen Spiele und Paralympics im Jahr 2020 in Tokio gerichtet, bei einer optimalen Entwicklung kann aber durchaus auch eine Teilnahme bereits in Rio 2016 zur Realität werden, wie sich dies beispielsweise bei Radsportlerin Mieke Kröger ergeben könnte, die den Wechsel in den Aktivenbereich bravourös gemeistert und sich auch hier bereits international etabliert hat.

Florettfechterin Franziska Schmitz vom OFC Bonn konnte bereits erste Pluspunkte bei Bundestrainer Andrea Magro sammeln, der die 20-Jährige bereits u.a. bei Team-Wettkämpfen wie zuletzt dem Weltcup im französischen St. Maur einsetzte, den die deutschen Frauen auf einem guten 5. Platz beendeten. Franziska spult im Alltag ein enormes Pensum ab, um neben ihrer leistungssportlichen Karriere auch ihre berufliche Ausbildung weiter voranzutreiben. Die Medizinstudentin an der Universität Bonn hat bereits ihr Physikum in der Tasche und pendelt dabei regelmäßig über 300km nach Tauberbischofsheim, um dort zusammen mit ihren Teamkolleginnen unter Aufsicht des Bundestrainers zu trainieren.

Säbelspezialistin Judith Kusian stammt aus einem der erfolgreichsten Fechtvereine der Welt, beim TSV Bayer Dormagen hat die 19-Jährige vor zehn Jahren mit dem Fechtsport begonnen. Und wie Franziska versucht auch die gebürtige Neusserin ihren Leistungssport – also tägliches Training, Physiotherapie und medizinischer Betreuung sowie der Teilnahme an Trainingslagern bzw. Wettkämpfen im In- und Ausland – mit einer universitären Ausbildung zu kombinieren. Mittlerweile studiert Judith im 3. Semester an der Universität Köln Grundschullehramt. Die mehrfache deutsche Meisterin im Nachwuchsbereich konnte auch international bereits einige Meriten ernten. Im Jahr 2012 standen bei der Junioren-WM ein 6. Platz im Team und ein 8. Platz im Einzel zu Buche. Bei den Europameisterschaften der Erwachsenen in diesem Jahr gelang Judith der Sprung in den Team-Kader, leider war bereits im Viertelfinale gegen Russland Schluss.

Die sportliche Entwicklung wie auch das Bewältigen der Dualen Karriere wird sicher bei beiden neuen PerspektivTeam-Mitgliedern mit Spannung zu verfolgen sein. An Zielstrebigkeit, Disziplin und vor allem Talent fehlt es beiden Sportlerinnen nicht – Grund genug für eine umfassende Unterstützung durch den Olympiastützpunkt Rheinland.

Herzlich Willkommen im Team!

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