Mieke KrögerWo waren wir stehen geblieben?
Ich meine mich entsinnen zu können, dass ich noch nicht von der DM Omnium berichtet habe…
Tja, also ich habe gewonnen 🙂 es ist eine knappe Kiste gewesen, zwischen Stephanie Pohl und mir…und auch auf Lisa Klein und Gudrun Stock musste ein Auge geworfen werden…die beiden verfügen über eine gute Schnelligkeit, die im Omnium von ziemlich großer Bedeutung ist.

Mit den Rennverläufen möchte ich euch jetzt nicht langweilen…es sind schließlich, wie im Omnium üblich, sechs Wettbewerbe gewesen.
Viel wichtiger ist zu erwähnen, dass der Gewinn der goldenen Plakette endlich wieder mal ein schönes Erfolgserlebnis für mich gewesen ist. Und ich habe endlich mal wieder Spaß gehabt.

Wie schon im vorherigen Bericht erwähnt, startete kurz nach Neujahr ein ganzer Reisemarathon für uns Mädels vom BDR.
Gut genährt durch Schwesterherz‘ Weihnachts-Thanks giving-Dinner, Omas Pralinen, Muttis Nudelsalat, einer menge Kuchen von der Verwandtschaft und nicht zu vergessen, meinen Plätzchen, reiste ich nach Mallorca in’s Trainingslager. Nach einigen Kilometern flogen 21/82.000.000 (wenn ich mich nicht verzählt habe…) Deutschlands nach Mexiko zum letzten Weltcup der Bahnsaison.

In Mexiko ereigneten sich einige Kuriositäten…
1. Die Sonne knallt voll auf die Überdachung der Radrennbahn, doch im Innenraum sind’s knapp 17 Grad Celsius.
2. Die Werbung auf der Bahn ist spiegelglatt, wie Glatteis…passt ja zu den frostigen Bedingungen im Innenraum.
Hach, diese mexikaniache Unbekümmertheit ist doch was feines!
Am Ende wurde die Werbung zum Glück doch noch abgeschliffen.
3. Die Deutsche Nationalmannschaft auf den Straßen Mexikos: 10 km Autobahn, im Rush-Hour-Verkehr Mexikos, 2 mal verfahren, 10 Minuten Wartezeit, um eine Straße zu überqueren, ÜBERLEBT!

Und jetzt mal zum Ernst des Lebens…wir machen diese Erlebnisreisen schließlich nicht nur zum Vergnügen, man muss sich dann und wann auch mal anstrengen.
Bei diesem Weltcup konnten wir die Mannschaftsverfolgung, das Sratch Rennen und das Omnium bestreiten.
In der MV starteten ich (ich weiß, der Esel nennt sich immer zuerst…IAA), Gudrun Stock, Lisa Fischer und Tatjana Paller, und zwar genau in dieser Reihenfolge.
Sagen wir mal so…wir haben noch viel Entwicklungspotenzial, vor allem in der Technik!

Lisa Küllmer, auch McGyver, Ducky oder Küllmi genannt, bestritt das Scratchrennen.
Für mich blieb das Omnium. Und nicht zu vergessen, unsere ausdauerlastige Sprinterin Gudrun Stock (Gehstock) die mit Miriam Welte den Teamsprint bestritt!

Zum Omnium bleibt meinerseits nicht viel zu sagen…ich habe mir mal ein bisschen was zugetraut in den Massendisziplinen…doch um am Ende so richtig reinhalten zu können ist der Respekt zu groß und die Erfahrung zu gering…

Ich sitze gerade im Flieger nach Deutschland, auf einem besch******* Mittelplatz, ich kann nicht schlafen, weil ich so dumm war abends um 20 Uhr noch einen Kaffee zu trinken (sorry Robert…irgendwie muss ich ja meine letzten Pesos verpreschen). Der Gehstock Sitz vor mir – hat es also auch nicht besser erwischt mit ihrem Sitzplatz – klappt gerade ihren Sitz zurück, sodass ich noch weniger Platz habe, ich höre gerade Bad Kingdom von Moderat und eigentlich geht es mir doch recht gut!