Jennifer MontagDie schnellsten Sprintstaffeln der U23-EM 2019 in Gävle (Schweden) kommen aus Deutschland! Am Sonntag holte innerhalb weniger Minuten erst die 4×100 Meter Staffel der männlichen U23 und dann die Staffel der weiblichen U23 die Goldmedaille.

PerspektivTeam-Sprinterin Jennifer Montag (TSV Bayer 04 Leverkusen), Keshia Kwadwo (TV Wattenscheid 01), Sophia Junk (LG Rhein-Wied) und Lisa Nippgen (MTG Mannheim) holten in 43,45 Sekunden den Titel zurück nach Deutschland. Schon 2013 und 2015 war Gold über 4×100 Meter an den DLV gegangen, 2017 aber war das Quartett im Vorlauf disqualifiziert worden.

„Das war sehr gut, wesentlich besser als im Einzel“, freute sich Startläuferin Jennifer Montag. „Wir haben unsere ganze Aggression reingesteckt“, erklärte sie mit einem Seitenblick auf Keshia Kwadwo, die wie sie den Einzug ins Einzel-Finale verpasste hatte. „Das, was noch da war, habe ich dann heute in das Rennen gelegt“, sagte sie.

Sophia Junk rannte nach ihren Einsätzen über 200 Meter die fünfte schnelle Kurve der Meisterschaften. „Beim Aufstehen habe ich meine schweren Beine schon gemerkt“, berichtete sie, “ aber wenn man mit der Staffel am Start steht, mobilisiert man noch mal alle Kräfte.“ Zwar war der Vorsprung beim letzten Wechsel auf Lisa Nippgen nicht ganz so deutlich wie zuvor im Vorlauf. „Aber ich habe relativ schnell gemerkt, dass wir führen. Dann bin ich um mein Leben gerannt,“ erklärte die Schlussläuferin Wie sie ganz alleine als Erste im Ziel jubeln sollte, wusste sie am Anfang nicht so recht. Den Rest des Abends wird jetzt ohnehin gemeinsam gefeiert.

Quelle: leichtathletik.de / Bild: OSP Rheinland