Bo Kanda Lita Baehre springt zu Silber

Nur der U20-Weltrekordler war besser als OSP-Athlet Bo Kanda Lita Baehre. Der Schwede sprang neuen Meisterschaftsrekord von 5,65 Metern. So hoch kam Bo Kanda Lita Baehre vom TSV Bayer 04 Leverkusen am Sonntag bei der U20-EM in Grosseto (Italien) nicht – es wäre Bestleistung gewesen. Doch mit 5,45 Metern konnte der 18-Jährige seinen nächsten großen Erfolg und die nächste internationale Silbermedaille feiern.

Der Stabhochsprung der männlichen U20 mit vier Athleten mit Bestleistungen jenseits der 5,60 Meter war mit Spannung erwartet worden. Doch dann verabschiedete sich der U18-Europameister Emmanouil Karalis (Griechenland) bereits mit einem Salto null in der Qualifikation. Und der Ukrainer Vladyslav Malykhin blieb im Finale ohne gültigen Versuch. „Es haben sich viele mit den Bedingungen schwer getan“, sagte Bo Kanda Lita Baehre (TSV Bayer 04 Leverkusen).
Doch er selbst bewahrte die Nerven. Mit einem blitzsauberen Versuch über 5,25 Meter hatte er fehlerfrei die erste Marke gesetzt, die so wichtig ist für den Einstieg in den Wettbewerb. Dann nahm er auch 5,35 und 5,45 Meter im ersten Versuch. Schon da hatte er Silber so gut wie sicher, denn der später drittplatzierte Franzose Romain Gavillon (5,35 m) scheiterte im ersten Anlauf an dieser Höhe, auch zwei Versuche über 5,50 Meter waren nicht erfolgreich. So erhöhte der Leverkusener gleich auf 5,55 Meter und eröffnete den Kampf um Gold. Während jedoch Favorit Armand Duplantis (Schweden), mit 5,90 Meter der U20-Weltrekordler, keinen Fehlversuch dafür benötigte, fiel die Latte bei dem Deutschen dreimal.

„Die Gefühle sind erstmal gemischt“, sagte Bo Kanda Lita Baehre. „Einerseits bin ich zufrieden. Eine Medaille ist schon gut. Aber egal wie die Vorleistungen sind, man will natürlich auch gewinnen. Man geht ja nicht in den Wettkampf und sagt: Ich werde Zweiter.“ Für die Zukunft sieht der 18-Jährige, der noch ein U20-Jahr vor sich hat, noch viel Verbesserungspotenzial. „Das Aufrollen klappt schon ganz gut“, sagte er. „Aber ich kann den Anlauf noch verlängern, ich kann noch schneller werden. Eigentlich kann alles noch besser werden.“

Vielleicht gibt es dann im kommenden Jahr die Revanche bei den U20-Weltmeisterschaften in Tampere (Finnland). Denn auch Sieger Armand Duplantis, der sich mit Meisterschaftsrekord von 5,65 Metern in die Ergebnislisten eintrug und erst an 5,80 Metern scheiterte, ist dann noch in der U20 startberechtigt. Ebenso wie Emmanouil Karalis, der diesmal leer ausging. Der Stabhochsprung-Jahrgang 1999 könnte in Zukunft noch für so einige Höhenflüge sorgen. Und mittendrin: Unser PerspektivTeam-Athlet Bo Kanda Lita Baehre.

Quelle Text und Bild: leichtathletik.de