Unser PerspektivTeam-Athlet Bo Kanda Lita Baehre (TSV Bayer 04 Leverkusen) landete bei der Hallen-EM in Glasgow Anfang März auf einem guten siebten Platz. Im Finale waren beim Sieg des Polen Paweł Wojciechowski (5,90m) bereits 5,65 Meter zu hoch, nachdem der 19-Jährige in seinem ersten internationalen Finale bei den Männern im zweiten Anlauf 5,55 Meter übersprungen hatte. In der Qualifikation stellte der Schützling von Trainerin Christine Adams seine Bestleistung von 5,70m ein.

Im Anschluss wechselte Bo Kanda vom PerspektivTeam ins OSP-Top-Team, das aus Athletinnen und Athleten gebildet wird, denen eine realistische Teilnahme-Chance bei den Olympischen Spielen in Tokio 2020 eingeräumt wird.

Einige der europäischen Top-Stabhochspringer waren in Glasgow nicht am Start, unter anderem Freiluft-Europameister Armand Duplantis (Schweden) oder der EM-Zweite Timur Morgunov (ANA). Verletzungsbedingt fehlten Weltrekordler Renaud Lavillenie (Frankreich) und Raphael Holzdeppe (LAZ Zweibrücken).

Bo Kanda Lita Baehre (TSV Bayer 04 Leverkusen), Siebter Stabhochsprung (5,55 m):
„Ich weiß, dass mehr in mir steckt, aber vom Kopf her hat es heute nicht funktioniert. Ich war körperlich topfit, aber der Kopf hat nicht mitgespielt. Das gehört dazu, so ist der Sport. Dadurch, dass ich körperlich topfit bin, konnte ich immer noch 5.55 Meter springen, was jetzt nicht schlecht ist. Ich hatte eine sehr lange Saison, aber ich weiß, dass ich eigentlich immer konstant springen kann. Ich konnte sehr viel Erfahrung aus dieser Europameisterschaft mitnehmen und ich werde jetzt nicht alles negativ sehen, weil ich gestern einen starken Wettkampf hatte. Das ist schwer, zwei Tage hintereinander: Man hat da nicht einmal 24 Stunden Zeit, um sich komplett darauf vorzubereiten. Aber daraus lernt man: Ich werde in Zukunft auch nochmal zwei Tage hintereinander springen und vielleicht klappt es beim nächsten Mal besser.“

Im Februar, eine Woche vor den Deutschen Hallen-Meisterschaften, zeigte Bo Kanda bereits, dass mit ihm auch in dieser Saison zu rechnen ist. Der Deutsche Freiluft-Meister pokerte gut: Nach übersprungenen 5,40 Metern ließ er alle Höhen bis zu 5,70 Meter, einer neuen Hallenbestleistung, aus. Vereinskollege Torben Blech steigerte seine Bestmarke derweil auf 5,55 Meter, und somit musste Bo Kanda Lita Baehre die 5,70 Meter springen, um zu gewinnen. Nach einem knapp gerissen zweiten Versuch klappte es schließlich im dritten mit der neuen Bestleistung.

Eine Woche später konnte unserem PerspektivTeam-Athlet in Abwesenheit von Stabhochsprung-Weltmeister von 2013 Raphael Holzdeppe bei den Deutschen Hallen-Meisterschaften in Leipzig niemand gefährlich werden. Als 19-Jähriger holte er mit übersprungenen 5,60m erneut den Meistertitel bei den Erwachsenen.

Quelle: leichtathletik.de / Bilder: picutre alliance