In Abwesenheit von Stabhochsprung-Weltmeister von 2013  Raphael Holzdeppe konnte Bo Kanda Lita Baehre (TSV Bayer 04 Leverkusen) am Wochenende bei den Deutschen Hallen-Meisterschaften in Leipzig niemand gefährlich werden. Als 19-Jähriger holte er mit übersprungenen 5,60m erneut den Meistertitel bei den Erwachsenen.

Bei 5,50 Metern haderte Bo Kanda Lita Baehre kurz und musste zum zweiten Mal Anlauf nehmen. Doch dann lief es bei dem 19-Jährigen PerspektivTeam-Athleten. 5,60 Meter überflog der zweimalige Deutsche Freiluft-Meister sauber im ersten Versuch. Weil er da schon allein im Wettkampf war, ließ der Youngster anschließend 5,75 Meter auflegen – eine Höhe, die er bislang noch nie bewältigt hat und die auch diesmal noch zu hoch war. Ex-Zehnkämpfer Torben Blech (TSV Bayer 04 Leverkusen) blieb bei 5,60 Metern minimal mit der Brust hängen. Auf Anhieb gesprungene 5,50 Meter brachten ihm DM-Silber.

„Ich habe noch nicht alles erreicht, sondern noch viel vor“, erklärte Bo Kanda Lita Baehre. „Ich will in den nächsten Jahren den deutschen Rekord verbessern. Der liegt bei 6,01 Meter. Das wird noch viel Arbeit“, sagte der Schützling von Christine Adams. Zunächst werden sie gemeinsam am ersten Märzwochenende nach Glasgow zu den Hallen-Europameisterschaften fliegen. Dort kann er sich nach seinem EM-Debüt 2018 bei den Erwachsenen in Berlin diesmal unter dem Hallendach mit den besten Stabhochspringerin Europas messen.

Für den wohl größten Erfolg aus OSP-Sicht sorgte die leverkusener Überfliegerin Konstanze Klosterhalfen. Das Lauftalent hat am ersten Tag der Deutschen Hallen-Meisterschaften in Leipzig einmal mehr ihre beeindruckende Form unter Beweis gestellt und für das Top-Ergebnis des ersten Wettkampftages gesorgt. Über 3.000 Meter steigerte sie ihren deutschen Hallenrekord um fast vier Sekunden auf 8:32,47 Minuten und setzte sich an die Spitze der Welt, nachdem sie in diesem Jahr ihre Wettkampfvorbereitung auschließlich in den USA absolvierte.

Quelle: leichtathletik.de / Bild: Picture Alliance