Unsere PerspektivTeam-Turnerin Sarah Voss landete bei ihrer EM-Premiere am Sprungtisch auf einem starken vierten Rang. Die Athletin des Turnzentrums der DSHS Köln präsentierte sich in ihrem ersten EM-Finale direkt stark. Die Dormagenerin zeigte am Sprung wie schon in der Qualifikation ihren Rondat Salto rückwärts gestreckt mit Doppelschraube. Diesen schwierigen Satz mit Ausgangswert 5,40 absolvierte sie sehr gut mit kleinem Ausfallschritt (14,433). Der Zweite, Rondat Salto vorwärts gebückt mit halber Schraube, gelang ebenfalls gut (14,083), war aber mit einem Schwierigkeitswert von 4,80 Punkten etwas zu gering, um bei den Spezialistinnen an diesem Gerät ganz vorne mitturnen zu können. Entsprechend glücklich war die 18-jährige Schülerin: „Es war super, ich hatte mir vorgenommen im Vergleich zur Qualifikation noch eine Schippe drauf zu legen und das ist mir gelungen. Obwohl ich natürlich auch nichts dagegen gehabt hätte, wenn es noch ein wenig mehr gewesen wäre und es für die Medaille gereicht hätte“, sagte Voss, die gesamt auf 14,083 Punkte kam. Es siegte die Ungarin Boglárka Dévai mit 14,349 Zählern.

„Ich freue mich, dass Kim Bui mit Platz vier wie gewohnt eine Topleistung abrufen konnte bei hochkarätiger Konkurrenz. Sarah Voss hat unsere Schwäche am Sprung ausgemerzt, was uns auch im Teamwettkampf bei der WM helfen sollte. Dass es für beide ‚nur‘ zu Platz vier gereicht hat, sollte ihre Leistung nicht schmälern,“ sagte Wolfgang Willam, Sportdirektor des Deutschen Turner-Bundes.

Deutsche Turnerinnen patzen und verpassen Teamfinale

Zuvor hatten die deutschen Turnerinnen im Teamwettbewerb gepatzt und die Qualifikation für das Finale verpasst. Die deutsche Riege mit Pauline Schäfer, Kim Bui, Sarah Voss, Leah Grießer und Emma Höfele war im Teamwettbewerb in Gruppe vier in den Wettkampf gestartet und hatte ersatzgeschwächt die Qualifikation für das Finale als Ziel ausgegeben. Doch der Traum vom Finale war schnell ausgeträumt. Gleich sechs Stürze am Schwebebalken warfen das Team entscheidend zurück. Letztlich landeten die deutschen Kunstturnerinnen auf einem enttäuschenden zehnten Platz.

Sarah Voss wird in das OSP-Top-Team berufen

Im Anschluss an die Europameisterschaften gab es für Sarah Voss noch eine Überraschung, wurde sie doch von OSP-Leiter Michael Scharf in das OSP-Top-Team für TOKYO 2020 berufen, dessen Team-Mitglieder von verschiedenen Sonderleistungen profitieren. Über die klassischen Serviceleistungen hinaus, bietet der OSP seinen Top-Team-Mitgliedern zusätzliche Angebote wie beispielsweise eine kostenlose Versorgung mit Produkten von OSP-Partnern wie Orthomol Sport und Bauerfeind, die Ausstattung mit einem speziellen Team-Shirt oder Zuschüsse bei finanziellen Eigenleistungen für Trainingslager, Wettkämpfe oder Sport-Equipment.

Quelle: OSP Rheinland und Deutscher Turnerbund / Bild: Picture Alliance

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