Die Dormagenerin PerspektivTeam-Athletin Sarah Voss kehrt vom Toyota International Competition der Kunstturner mit zwei Medaillen zurück. Mit der Turnerin Helene Schäfer aus Chemnitz und dem Berliner Turner Philipp Herder durfte sie für das Deutsche Turnteam zum letzten Internationalen Wettkampf des Jahres nach Japan reisen.

Die 18-jährige Schülerin des Norbert-Gymnasiums musste sich am ersten Wettkampftag am Sprung mit einem Hauch von nur 0,116 Punkten Rückstand und sensationellen 14,133 Punkten in einem Weltklassefeld nur der Japanerin Sae Miyakawa (14,249 Punkten) geschlagen geben. Auf dem dritten Platz folgten Mai Murakami (Japan) und Elisabeth Black (Kanada) mit 14,049 Punkten. Sowohl Miyakawa als auch Black standen im Oktober diesen Jahres am Sprung in Montreal im WM Finale.

Am Stufenbarren lief es hingegen nicht ganz so gut, wie erwartet. Sarah Voss musste beim Bückumschwung mit ganzer Drehung das Gerät verlassen und landete mit 12,1 Punkten nur auf dem 8. Platz. Zwei Plätze davor reihte sich, mit einer guten Leistung, die Chemnitzerin Helene Schäfer mit 12,733 Punkten ein.

Auch am zweiten Wettkampftag stand Sarah Voss noch einmal auf dem Treppchen. Am Boden konnte sie sich als vorletzte Starterin noch Bronze hinter den Japanerinnen Murakami 814,33) und Sugihara (13,266) sichern. Am Balken, dem Spezialgerät von Sarah Voss, reichte es durch große Unsicherheiten mit 12,633 Punkten nur zum 8. Platz. Zu groß war wohl der Respekt vor dem Weltklassefeld mit der Olympiasiegerin Wevers (Niederlande), der Olympiafünften und Vize-Weltmeisterin Black (Kanada) oder der WM-Bronzemedaillengewinnerin und Vize-Weltmeisterin Jeremina (Russland), in dem sie als zweite Starterin turnte.

Die Deutsche Helene Schäfer war aufgrund einer starken Erkältung am zweiten Tag beeinträchtigt und konnte ihre Leistungen somit nicht wie gewohnt abrufen. Sie musste sich mit einem Sturz am Balken und am Boden jeweils mit dem 13. und 11. Platz zufrieden geben.

Die Bundestrainerin lobte sowohl den schönen Wettkampf in sehr guter Atmosphäre als auch die Leistungen von Sarah Voss, die zu Saisonabschluss die Zielsetzungen mit 52,366 Punkten voll erfüllt hat und endlich gezeigt hat, was sie kann.

Auskosten konnte die Schülerin den Erfolg nur begrenzt: Direkt nach dem Wettkampf und noch vor dem Abschlussbankett schrieb sie in ihrem Hotelzimmer eine Klausur für die Schule.

Philipp Herder konnte mit einer Bronzemedaille am Reck und drei vierten Plätzen an Boden, Ringen und Barren das schöne Ergebnis des Deutschen Teams noch ergänzen.

Quelle: DTB / Bilder: privat