OSP-Leiter Michael Scharf, OSP-Laufbahnberaterin Annika Rejek sowie Judoka Falk Petersilka freuen sich auf den gemeinsamen Weg zu goldenen Momenten.

Am vergangenen Dienstag unterzeichneten OSP-Leiter Michael Scharf und Judoka Falk Petersilka offiziell den Vertrag zur Aufnahme des erfolgreichen Nachwuchsathleten in das OSP-PerspektivTeam. Zu diesem Anlass stattete der fast 19-Jährige gebürtige Bonner dem OSP in Köln einen Besuch ab und verband diesen mit einer Randori-Einheit am dort beheimateten Bundesstützpunkt.

Im Jahr 2015 trat Falk mit Vehemenz ins Judo-Rampenlicht, als er sich in Sarajevo als erster deutscher Athlet überhaupt den Weltmeistertitel in der U18-Konkurrenz in der Klasse bis 81 Kilogramm sichern konnte.

Aber auch abseits der Judomatte verfolgt unser Nachwuchsathlet ehrgeizige Ziele. Kurz vor der U18-WM baute der damals 17-Jährige ein Traumabitur am Aloisiuskolleg in Bonn und studiert bereits seit dem Wintersemester 2015/16 an der Universität in Bonn Medizin, mittlerweile ist Falk im 4. Semester und bereitet sich auf sein Physikum vor. Als Fachgebiet könnte er sich auf jeden Fall die Orthopädie vorstellen, da ihn dort die Verbindung zum Sport sehr reizen würde.

Mit Unterstützung von Annika Rejek, Laufbahnberaterin am Olympiastützpunkt Rheinland, stellte Falk im Rahmen seiner Dualen Karriere die nächsten Weichen für eine optimale Entwicklung seiner sportlichen und beruflichen Karriere. Denn nach dem Physikum wird er seinen Lebensmittelpunkt nach Köln verlegen, um an der Universität sein Medizinstudium voranzutreiben und gleichzeitig am Judo-Bundesstützpunkt die optimalen Trainingsmöglichkeiten mit den absoluten Top-Athleten Deutschlands zu nutzen. Dies setzt natürlich ein erfolgreiches Physikum seinerseits wie auch seines Studienplatztauschpartners aus Köln voraus.

Die Aufnahme ins OSP-PerspektivTeam bedeutet für Falk eine Extra-Motivation und bestärkt ihn in seinem Weg: „Ich bin mir bewusst darüber, dass Spitzensport und Medizin-Studium eine enorme Doppelbelastung darstellen. Umso mehr freue ich mich über die Unterstützung, die ich in den verschiedenen Bereichen erfahre. Der OSP Rheinland ist für ein perfekter Partner für meine sportliche Karriere, über das PerspektivTeam bekomme ich jetzt eine noch intensivere Betreuung. Gleiches gilt für die Uni Bonn im Rahmen meines Studiums, ein herzliches Dankeschön gilt an dieser Stelle Sarah Fuhrmann und Sandra Schramm für ihr Verständnis und ihre Hilfe, mein Studium mit meinem Sport unter einen Hut zu bringen.“

Für OSP-Leiter Michael Scharf, der das PerspektivTeam zu Jahresbeginn 2013 initiierte, ist das Projekt ein wichtiger Baustein innerhalb der OSP-Betreuungsleistungen: „Gerade in Zeiten, in denen die Spitzensportförderung des DOSB und der Stiftung Deutsche Sporthilfe mehr denn je auf die Top-Athleten fokussiert wird, möchten wir mit unserem PerspektivTeam ein Zeichen der Wertschätzung in Richtung unserer Nachwuchsathleten setzen und diese auf ihrem Weg in die nationale und internationale Spitze intensiv unterstützen. Unser Judoka Falk führt uns mit seinen Leistungen in Sport und Studium kontinuierlich vor Augen, dass er jede Förderung verdient. Möglich machen dies vor allem auch unsere OSP-Sponsoren und der OSP-Förderverein, denen an dieser Stelle mein herzlicher Dank gilt.“

Das vergangene Jahr 2016 brachte für Falk, der in seinem Heimatverein 1. Godesberger Judo-Club von Trainer Florin Petrehele betreut wird, leider auch einige Enttäuschungen. Zunächst verpasste er nach Krankheit die Deutschen Meisterschaften, anschließend verletzte er sich in der Vorbereitung auf die U21-EM schwer an der Schulter und musste sich einer Operation unterziehen. Mittlerweile ist die Verletzung auskuriert, der Gewichtsklassenwechsel in die Klasse bis 90kg erfolgreich vollzogen, so dass unser neuestes Team-Mitglied schon bald wieder mit sportlichen Leistungen auf sich aufmerksam machen wird.

Herzlich Willkommen im PerspektivTeam, Falk!