Mit Hannes Schürmann, Lukas Schiwy und Philipp Waßenberg hat der Olympiastützpunkt Rheinland drei weitere Nachwuchshoffnungen des TSV Bayer 04 Leverkusen in sein PerspektivTeam aufgenommen.

Bayer_Athleten_AufnahmeDer 16-jährige Schwimmer Hannes Schürmann gilt als eines der größten Talente im Behindertensport. Trainierte der gebürtige Remscheider, der seit seiner Geburt an einer spastischen Hemiparese auf der rechten Körperseite leidet, zunächst neben dem Schwimmen auch noch in der Leichtathletik-Gruppe von Steffi Nerius, so konzentriert er sich mittlerweile auf den Schwimmsport. Bei der IWAS Junioren-WM in Tschechien 2010 sicherte sich Hannes 2 x Gold und 2 x Silber und bei der EM 2011 in Berlin schnupperte er zum ersten Mal Wettkampfluft in der offenen Klasse. Sportliches Ziel für 2013 ist die Teilnahme an der Jugendweltmeisterschaft, die im August in Puerto Rico ausgetragen wird.

Der 18-jährige Sitzvolleyballer Lukas Schiwy stand im Jahr 2012 bereits kurz vor seiner ersten Paralympics-Teilnahme, als er beim Intercontinental Cup in Kairo mit dem deutschen Team das London-Ticket löste. Im letzten Moment musste er arrivierteren Spielern Platz machen und den Bronzemedaillengewinn seines Teams am Fernseher verfolgen. Lukas, der mit einer Behinderung der unteren Extremitäten auf die Welt gekommen ist (sein rechtes Bein endet unterhalb des Oberschenkels, sein linkes ist verkürzt und läuft in nur einem Zeh aus), gilt als der Nachwuchsspieler mit dem größten Potential. In den kommenden Jahren wird er versuchen, eine erfolgreiche Teilnahme in Rio 2016 mit seiner beruflichen Ausbildung zu verbinden. Zunächst steht im Jahr 2013 das Abitur auf dem Plan, anschließend möchte sich der gebürtige Holzbüttgener im Rahmen eines Freiwilligen Sozialen Jahres orientieren, um dann ein Studium aufzunehmen.

Der 14-jährige Leichtathlet Philipp Waßenberg schnupperte bereits 2012 paralympische Luft in London – als Teilnehmer eines paralympischen Trainingslagers. In Rio 2016 möchte der gebürtige Bonner dann selbst als Athlet vor Ort sein.  Nachdem ihm im Jahr 2008 als Folge von Knochenkrebs ein Bein amputiert wurde, kam der Gymnasiast über sein sportliches Vorbild Heinrich Popow zum Sport. Der Paralympics-Sieger steht der Nachwuchshoffnung seit seinen ersten Schritten in der Leverkusener Leichtathletikhalle stets mit Rat und Tat zur Seite. Trainerin Helena Hermens schätzt die Zielstrebigkeit ihres Schützlings, dem sie in diesem Jahr den Sprung zur Junioren-WM zutraut. Seine Paradedisziplinen sind der Sprint über 100m und 200m sowie der Weitsprung.