Sechs Tage nach der Rückkehr vom DLV-Trainingslager auf Teneriffa (Spanien) hat sich Jennifer Montag am Sonntag bei den Nordrhein-Hallenmeisterschaften in Leverkusen erfolgreich einem zweifachen Formtest unterzogen. U20-Weitspringer Ole Grammann ließ mit der Steigerung auf 7,43 Meter aufhorchen. Jonas Hanßen glänzte in der Staffel.

PerspektivTeam-Athletin Jennifer Montag (TSV Bayer 04 Leverkusen) lief sich bei ihrem Debüt in der Frauenklasse im 60-Meter-Vorlauf mit 7,61 Sekunden warm. Im Finale erhöhte die Athletin von Hans-Jörg-Thomaskamp auf 7,51 Sekunden.

„Da es mein erster Wettkampf war, bin ich zufrieden. Aber es geht noch schneller. Ziel ist zunächst, meine Bestzeit aus dem letzten Jahr von 7,44 Sekunden zu toppen. Bei den Deutschen Hallenmeisterschaften möchte ich das Finale erreichen“, erklärte Jennifer Montag, die anschließend als „Nordrhein-Jugendsportlerin des Jahres 2017“ ausgezeichnet wurde und der Leverkusener 4×200-Meter-Staffel zu Platz zwei hinter dem Quartett des LT DSHS Köln (1:42,66 min) verhalf.

Ihr Klubkollege Jan Josef Jeuschede, der im Sommer auf 19,49 Meter verbesserte Deutsche Vize-Meister, wurde im Kugelstoßen seiner Favoritenrolle gerecht. Den besten Versuch einer konstanten Serie wuchtete er auf 17,96 Meter. „18 Meter wären schon schön gewesen, aber ich treffe die Kugel noch nicht so ganz. Das wird sich bis zur Hallen-DM in Dortmund aber bessern“, sagte der Athlet von Helge Zöllkau. „Im Sommer sind 20 Meter und die EM-Teilnahme meine großen, aber realistischen Ziele“, erklärte der 24-Jährige.

Ole Grammann packt 11 Zentimeter drauf
Für ein besonderes Sahnehäubchen sorgte Weitspringer Ole Grammann. Der 17-Jährige von der LAV Bayer Uerdingen/Dormagen, bei der U18-WM in Nairobi (Kenia) knapp am Finale vorbeigeschrammt und bislang mit 7,32 Meter notiert, flog im letzten Versuch auf 7,43 Meter und damit so weit wie nie. Schon in Durchgang drei hatte er mit 7,35 Metern für Szenen-Applaus gesorgt.

„Ich bin eigentlich noch gar nicht auf dem Peak und hatte etwa mit 7,20 Meter gerechnet. Aber ich habe mich vom Publikum pushen lassen“, erklärte der frischgebackene Nordrhein-Meister, der sich sehr darüber freute, dass er nun wohl an der Hallen-DM der Aktiven in Dortmund teilnehmen darf.

Tanja Spill wieder ungefährdet
In der 4×400-Meter-Staffel des SC Myhl LA gefiel Schlussläufer Jonas Hanßen, 2015 Deutscher Meister über 400 Meter Hürden, mit einem furiosen Solo in 48,00 Sekunden. „Jonas ist gut dabei. Natürlich planen wir mit der EM in Berlin“, sagte sein Trainer Harald Eifert. Klaudia Kaczmarek (LAZ Rhede) buchte gleich im ersten Versuch des Weitsprung-Wettbewerbes mit 5,95 Metern den Titel. Ihr Vereinskamerad Simon Heweling machte mit 6,95 Sekunden das Sprint-Double klar.

Tanja Spill (LAV Bayer Uerdingen/Dormagen) holte nach ihrem 800-Meter-Sieg in 4:29,38 Minuten mit einem knallharten Endspurt auch den Titel über 1.500 Meter. Über 3.000 Meter erspurtete Christian Schreiner (LAZ Puma Rhein-Sieg; 8:29,44 min) den Sieg. Amelie Dierke (Werdener TB) holte sich in der U20 nach dem 200-Meter-Sieg am Vortag nun in 7,56 Sekunden den 60-Meter-Titel.

U18-WM-Teilnehmerin Beauty Somuah (ASV Köln; 7,51 sc) war im 60-Meter-Finale der U18 ungefährdet und ebenso schnell unterwegs wie die Frauen-Siegerin. Ihre Bestleistung aus dem Vorjahr steigerte sie dabei um zwei Hundertstel. U18-Mehrkämpfer Jaron Boateng (ART Düsseldorf) zeigte sich mit Siegen im Weitsprung (7,06 m) und über 60 Meter (7,16 sec) sowie 8,32 Sekunden über die Hürden und 4,20 Metern im Stabhochsprung stark verbessert.

Quelle: Harald Koken / leichtathletik.de

Kommentieren

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.