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Förderkonzept

Hintergrund und Idee:

Nach den Olympischen Spielen und Paralympics 2012 in London kam die allgemeine Diskussion auf, dass olympische und paralympische Athleten trotz ihrer immensen Leistung und ihres großen gesellschaftlichen Wertes nicht genug Wertschätzung erhalten.

Gleichzeitig gehen die meisten Talente im Sport im Alter zwischen 17 und 23 verloren. Grund für die verhältnismäßig hohe „Drop-Out“-Rate sind fehlende ganzheitliche Perspektiven in der dualen Entwicklung von sportlicher und schulischer/beruflicher Karriere. Damit gehen finanzielle Belastungen z.B. für Wohnen, Mobilität einher, die, wenn auch gering, häufig nicht zu stemmen sind.

Der Olympiastützpunkt Rheinland und die Agentur HEIMSPIELE haben es nicht bei Lippenbekenntnissen belassen, sondern im Herbst 2012 das PerspektivTeam gegründet.

In Kenntnis der alltäglichen Probleme und Hürden helfen wir den Athletinnen und Athleten, ihren Weg zu gehen. Dies impliziert vorwiegend:

  • Finanzielle Förderung
  • Höhere öffentliche Wahrnehmung
  • Attraktivere Rahmenbedingungen

Im Jahr 2016 hat die Deutsche Sporthilfe entschieden, ihre Unterstützung auf einen kleineren Kreis an Athleten zu konzentrieren. Frei nach dem Motto „Mehr Geld für Top Team Athleten“ fallen die Athleten, die momentan eher im Verborgenen im zweiten und dritten Glied an ihrer Karriere arbeiten, aus dem Raster. Im Zuge dieser Entwicklung kam die B-Group AG auf den Olympiastützpunkt zu und stellte eine Initiative mit einer klaren Fokussierung auf den deutschen Mittelstand vor. Sie hatte viele Parallelen zwischen den Nachwuchsathleten und dem Mittelstand herausgearbeitet und unterstützt das PerspektivTeam seitdem tatkräftig.

Denn gemeinsam möchten wir:  Wahre Leistung fördern und wertschätzen!

 

Förderkonzept PerspektivTeam:

Im intensiven Austausch mit Trainern, Verbänden und Vereinen erhalten Talente aus unterschiedlichen Sportarten die Chance, ins PerspektivTeam des Olympiastützpunktes Rheinland aufgenommen zu werden. Das PerspektivTeam unterliegt einem dynamischen Prozess, das heißt, die Aufnahme neuer Athleten und das Ausscheiden von Sportlern sind abhängig von der Persönlichkeits- und Leistungsentwicklung. Mindestvoraussetzung ist aber eine erfolgreiche Teilnahme an einer Jugend-EM oder Jugend-WM.

 

Aufnahme-Kriterien:

  • Regionaler Bezug: Athleten, die einem Verein im Rheinland angehören und/oder ihren Trainings- und Lebens-Mittelpunkt im Rheinland haben.
  • Sportliche Perspektive: Mindestvoraussetzung ist eine erfolgte (erfolgreiche) Teilnahme an einer Jugend-EM oder Jugend-WM und die mittelfristige Perspektive, in die erweiterte Weltspitze im Aktivenbereich vorzustoßen.
  • Alter: Dieses wird sportartspezifisch betrachtet, im Focus steht der Übergang zum Aktivenbereich bzw. die Etablierung nach dem Wechsel dorthin.
  • Sportart-Zugehörigkeit: Das Team-Mitglied sollte eine dem OSP Rheinland als Schwerpunktsportart zugeteilte Sportart betreiben. Im Einzelfall entscheidet OSP-Leiter Michael Scharf, inwiefern Sportler aus weiteren OSP-betreuten Sportarten eine Aufnahme gewährt werden kann.